12.05.2014
Der Eberthof


Der Eberthof

in Wandsbek

Ein Gebäude mit Geschichte(n)
 
Mitten in Wandsbek, zwischen Walddörferstraße, Lengerckestraße und Eulenkamp, liegt der Eberthof - eine Wohnanlage, die in der Liste der Kulturdenkmäler des Bezirkes Wandsbek geführt wird. Damit der Name des geschichtsträchtigen Gebäudes im Bewusstsein der Bevölkerung nicht verloren geht, hat die Wohnungsgenossenschaft Hamburg Wandsbek von 1897 eG hier nach intensiver Vorbereitung Schriftzüge anbringen lassen.
Das um 1930 nach Plänen des Architekten Friedrich Richard Ostermeyer erbaute Ensemble, das sich um einen großzügigen Innenhof gruppiert, nimmt mit seiner blockhaften Gestaltung sowie den quer- und rechteckigen Fensteröffnungen Elemente des Neuen Bauens auf und hebt sich hanseatisch gediegen von der Umgebung ab. Schon damals hat die Wohnungsgenossenschaft Hamburg-Wandsbek von 1897 eG, die aus dem am 27. August 1897 gegründeten „Bau- und Spar-Verein für Wandsbek und Umgebung“ hervorgegangen ist, vorausschauend gehandelt: Das Haus war innovativ und die 151 Wohnungen verfügten bereits über Küche, Speisekammer, Bad mit Wanne und Loggia sowie über Zentralheizung und Warmwasser. Auch der Quartiersgedanke stand bei der Immobilie von Anfang an im Mittelpunkt, denn die vielen Bewohner sollten sich gut versorgen können. Deshalb gab es hier acht Läden bzw. Gewerberäume, von denen heute noch sechs genutzt werden. 
 
 
Leben in bewegter Vergangenheit
 
Hinter der heute energetisch modernisierten und aufwendig sanierten Fassade in Ziegelriemchenoptik verbirgt sich eine bewegte Vergangenheit. Horst Wenzel, der im Mai 1935 in der Walddörferstraße 4 das Licht der Welt erblickte, kann davon erzählen. Der 79-Jährige erinnert sich noch gut daran, dass während des 2. Weltkrieges auf dem Dach des Ensembles Flakgeschütze zur Flugabwehr installiert waren, dass 1943 das Dach beschädigt wurde und vier Wohnungen ausbrannten und dass er und seine Mutter nach dem Krieg zwei Zimmer ihrer Wohnung an eine Familie mit Zwillingen abgeben mußten.
Seit mittlerweile 48 Jahren ist Wenzel selbst Mitglied der Genossenschaft und lebt mit seiner Frau Karin (73) noch heute in der 3-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern. Hier ist ihre Tochter Andrea (46) aufgewachsen und hier findet auch Enkel Timo (10) bei Besuchen noch Platz. 
Obwohl Horst und Karin Wenzel oft campen und viel reisen - an Wegzug aus dem Eberthof hat das Paar, das im April Goldene Hochzeit gefeiert hat, nie gedacht. „Uns muss man schon mit den Füßen zuerst hier raus tragen“, betont Horst Wenzel lächelnd. Warum der gelernte Einzelhandelskaufmann und aktive Mietervertreter bleiben will und was er an der Wohnanlage besonders schätzt, verrät er in einem Kurzinterview.  
 
Was gefällt Ihnen im Eberthof besonders?
Wenzel: Ich schätze die sonnige und vor allem zentrale Lage sowie die in der Nähe befindlichen Einkaufsmöglichkeiten - besonders jetzt, wo ich nicht mehr so gut zu Fuß bin. Schön finde ich auch den immer ordentlich gepflegten Innenhof mit Kinderspielplatz, auf dem schon unsere Tochter und später unser Enkel gespielt haben. Dass hier so viele Kinder leben, gefällt mir ebenso wie das gemeinschaftliche Wohnen statt anonymer Nachbarschaft.
 
Welche baulichen Veränderungen wurden in den letzten Jahren vorgenommen?
Wenzel: 1990 konnten wir mit einem Zuschuss von der Genossenschaft unser Badezimmer modernisieren. Dabei wurden die alten Bleileitungen demontiert und durch PVC- bzw. Kupferleitungen ersetzt. Außerdem haben wir uns neue Sanitäranlagen wie Badewanne, WC und Waschtisch einbauen lassen. Vor 15 Jahren erhielt die Aussenfassade eine wärmedämmende Konstruktion und die alten Sprossenfenster mit Doppelverglasung wurden gegen Kunststofffenster ausgetauscht.
 
Fühlen Sie sich von der Genossenschaft gut betreut?
Wenzel: Auf jeden Fall! Reklamationen werden umgehend bearbeitet und die entsandten Handwerker arbeiten zur vollen Zufriedenheit. Der Vorstand und die Mitarbeiter in der Verwaltung haben immer ein offenes Ohr für die Mitglieder und greifen gern auch Vorschläge auf. Weil wir gerade dabei sind: Es wäre schön, wenn man bei uns einen Fahrradkeller einrichten würde.


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